Absage des Promenaden-Cups vor dem Hauptbahnhof


Das Wasser ist verschwunden. Und mit ihm ein 5-stelliger Betrag, um das Spielgelände vor dem Hauptbahnhof herzurichten, ohne dass darauf gespielt wurde.

Bei der von der DB AG einberufenen Platzbesichtigung am vergangenen Freitag um 9.30 Uhr, zu der ebenfalls ein Gartenlandschaftsbauer sowie Thomas Hucke und Carsten Fitschen vom Kreisverband Hannover gekommen waren, schien es so, als ob die eigens für das Promenadenturnier angelegten Spielflächen unbespielbar seien. Äußerlich unscheinbar, doch beim Betreten quoll das Wasser unter den Schuhen hoch. Dieser Effekt verstärkte sich, je mehr man in die Mitte der Spielfläche kam.

Weitere, kostspielige Reparaturmaßnahmen wurden vom Sponsor, der Deutschen Bahn, abgelehnt. Nach dem vor Ort noch der Wetterbericht per iPhone mit 80% Regenwahrscheinlichkeit gecheckt wurde, entschieden sich die Anwesenden, die Veranstaltung abzusagen. Sicherheitszäune, Bühne und natürlich die Spielfläche sollten unbenutzt wieder abgebaut werden.

Die Nachricht von der Turnierabsage verbreitete sich schnell per Internet, so dass die meisten Teilnehmer informiert waren.

Carsten hat mir zu dem Thema geschrieben:

… Die Veranstaltung nicht abzusagen, wäre verantwortunsglos und gefährlich gewesen, denn ein vernüftiges Boulespiel wäre nicht möglich gewesen und zusätzlich Kies aufzubringen, hätte das Verletzungsrisiko der Fußgänger durch herausspringede Kugeln enorm erhöht.

Erstmal finde ich es toll, dass sich Carsten und Thomas so engagiert haben. Vielen Dank für Euren Einsatz. Ich respektiere die Entscheidung, die ihr ja in Absprache mit der DB AG und einem Sachverständigen getroffen habt, auch wenn ich selber eine andere getroffen hätte. Ich hätte es drauf ankommen lassen und zur Not den Platz auch nur teilweise bespielt. So wäre aber der Effekt für den Sponsor und die Werbung für unseren Sport weitestgehend erhalten geblieben.

Ich habe mir am Freitag um 14.30 Uhr den Platz auch angeguckt. Von dem beschriebenen Wasser fehlte jede Spur. Mag sein, dass das daran lag, das der Regen nun seit einigen Stunden aufgehört hatte. Auf jeden Fall lagen die Sachverständigen, die heute morgen nach ca. 24 Stunden Starkregen auf dem Platz standen, falsch. Das Gelände war weitestgehend abgetrocknet. Hier und da etwas weich, aber keineswegs unbespielbar. Natürlich habe ich Thomas über meinem Kenntnisstand informiert und ihn gebeten, die Entscheidung noch einmal zu überdenken.

Die Spieler, die von der Absage der Turniere nichts mitbekommen hatten, waren dann auch tatsächlich am Samstag vor Ort und haben gespielt. Auch die habe ich noch einmal nach der Beschaffenheit des Platzes befragt, zumal es ab Freitag Nachmittag ja wieder ordentlich geschüttet hatte. Ihrer Aussage nach soll das Gelände am Samstag nur teilweise bespielbar gewesen sein. So merkte man an einigen Stellen beim Werfen, wie der Boden auf dem Untergrund „schwamm“. Somit ergaben sich tatsächlich keine optimalen Bedingungen für ein Turnier. Die Einschätzung, der Platz werde „unbespielbar“ sein, erwiesen sich aber als nicht zutreffend.

Naja … niemand von uns kann in die Zukunft schauen. Beim nächsten Mal, sofern es ein nächstes Mal gibt, werden sicher Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, die ein solches Desaster verhindern.

Hier noch ein paar Bilder vom Freitag, 14.30 Uhr

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