Diskussionspapier des PV Ost zu den kommenden Wahlen im DPV

Liebe Boulefreunde,

Der Vorstand des Pétanqueverband Ost hat in den letzten Wochen aufmerksam die Diskussion über die kommenden Wahlen beim DPV verfolgt und intern diskutiert. Wir sind mit den Vorgängen alles andere als zufrieden und haben uns deshalb entschlossen, ein Diskussionspapier dazu zu veröffentlichen. Wir freuen uns auf eine engagierte und offene Debatte.

Diskussionspapier PV Ost – DPV (PDF) öffnen

Mit lieben Grüßen

Andreas Endler
Geschäftsführer PV Ost

Verteiler:
– Landesverbände
– DPV Vorstand
– Kandidaten
– DPV Beauftragte
– ptank.de
– planetboule.de


Hier eine Reaktion von Michael Fey Odendorf:

Hallo Andreas,
ich schreibe mal und zwar als Privatmann sozusagen und nicht in meiner Funktion beim BPV NRW.
Ich schreibe Dir, da ich den Verteiler, so wie Du ihn hast, nicht habe und ihn mir auch nicht raussuchen möchte.
Unser Vorstand und einige andere Personen haben eine Kopie bekommen.
Ich stelle anheim, meine mail an Deinen Verteiler, den Du angesprochen hast, weiterzuleiten.
Wenn, dann aber bitte vollständig.
1
1.1.
Du schreibst:
„Es ist ungewöhnlich, dass ein Angestellter als Präsident kandidiert.“
1.2
1.2.1
Nach meiner Kenntnis ist es nicht ungewöhnlich, dass es angestellte Geschäftsführer gibt, die Mitglied des Vorstandes eines Verbandes sind. Das heißt dann: geschäftsführendes Präsidialmitglied oder ähnlich.
1.2.2
Hier ist es aber so ja nicht. Vielmehr ist es so, dass ein verdienter Vizepräsident sich um das Amt des Präsidenten bewirbt.
Dass er – eher zufällig – neben dem Amt als Vizepräsident noch gegen Salär für den Verband arbeitet, ist so, es ist aber auch ein Glücksfall, denn ohne Peters überobligationsmässigen Einsatz in den Jahren insbesondere seit seiner „Einstellung“ stünde der DPV bei weitem nicht so positiv da, wie er heute da steht.
2
2.1
Du schreibst auch:
„Unser Verband lebt vom ehrenamtlichen Engagement seiner Mitglieder.“
Ich unterstelle zunächst, dass mit „unser Verband“ der DPV gemeint ist.

Dann stelle ich fest, dass es m.E. richtiger wäre, zu schreiben:
„Unser Verband lebt auch (und von mir aus auch noch: und insbsondere) vom ehrenamtlichen Engagement seiner Mitglieder.“
Ich möchte wiederholen:
Ohne Peters überobligationsmässigen Einsatz in den Jahren insbesondere seit seiner „Einstellung“ stünde der DPV bei weitem nicht so positiv da, wie er heute da steht – und das kommt bei Deiner Formulierung nicht zum Ausdruck, bleibt also völlig unberücksichtigt (auch in Deinen sonstigen Überlegungen).
3
Ich empfinde Peters Aussage, in einem bestimmten Fall nicht mehr als Mitarbeiter gegen Bezahlung arbeiten zu wollen, nicht als dreist, sondern als klare Ansage, mit der man arbeiten kann, die man bei den notwendigen weiteren Überlegungen, ob man Menschen einsetzt, die nicht die Erfahrung im Bereich des anstehenden Amtes haben, berücksichtigen kann.
Ich finde eine solch klare Ansage also hilfreich.
Dass wir uns als BPV NRW in Kenntnis dieser Umstände (oder doch davon ausgehend, dass sie so sind) klar für Peters Kandidatur ausgesprochen haben, ist bekannt.
4
4.1
Dein Kernvorschlag ist: “ der derzeitige Vorstand tritt geschlossen zurück“
4.2
4.2.1
Unter verbandsrechtlichen Gesichtspunkten ist dann keiner mehr da, der den Verband als Vorstand im Sinne des BGB vertreten kann, denn diese Aufgabe hat das geschäftsführende Präsidium (§ 18 Absatz 5 der Satzung).
4.2.2
Ehe ein provisorisch gewähltes Präsidium im Vereinsregister eingetragen ist, ist es schon nicht mehr im Amt.
Das macht den DPV nicht handlungsfähiger.
5
Einen „runden Tisch“ kennt das Regelwerk des DPV und insbesondere die Satzung nicht.
Eines runden Tisches bedarf es auch nicht, denn die Satzung stellt ausreichend Gremien zur Verfügung, den Hauptausschuss und den Verbandstag.
Letzterer hat den Präsidenten zu wählen.
Die Verlagerung einer sozusagen verbindlichen Vorwahl des Präsidenten in ein Gremium, welches in der Satzung nicht vorgesehen ist, und an dem dann auch nicht alle Mitglieder teilhaben (können), ist nicht empfehlenswert, denn das riecht dann erst recht nach „Hinterzimmerabsprachen“ und „Deals“ und bringt noch mehr negativen Touch.
Es nutzt auch nichts, sich ggf. noch Monate zu streiten und dann immer noch nicht weiter zu sein.
Die Gefahr sehe ich, denn dass ein neuer Präsident gewählt werden muss, ist seit Monaten bekannt, dass Peter bereitist zu kandidieren ist ebenfalls hinreichend lange bekannt und dass er weiter auch als Generalsekretär dem DPV seine Erfahrungen zur Verfügung zu stellen bereit ist, ebenfalls.
Und dennoch dass, was Du beschrieben hast?!?.
6
Mein Vorschlag:
Eine Wahl in dem zuständigen Gremium, dem Verbandstag, das möglichst schnell, also zum vorgehenen Termin, wenn es sein muss unter Beteiligung aller, kämpfend mit offenem Visier (und nicht so wie bisher teilweise aus dem Hinterhalt agierend) und nicht sozusagen in einer Hinterzimmeratmospähre.
Mag sein, dass das ein harter Verbandstag wird (aber so welche hatten wir schon).
Ich denke, eine harte, aber faire Diskussion aller Punkte und eine schnelle Entscheidung (jedenfalls bezüglich des neuen Präsidenten und eines neuen Schatzmeisters) ist unverzichtbar.
Herzlichst
Michael

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