Die NPV Zukunftwerkstatt zu Gast beim PVRH – Die Zeit drängt

Dass der NPV nach 2009 einen neuen Anlauf unternahm sich für die Zukunft besser aufzustellen, mit einer Regionalisierung eine 2. Ebene im Verband zu installieren, sollte für alle Mitgliedsvereine und alle Sportler und Sportlerinnen in Stadt und Region Hannover erst einmal eine frohe Botschaft sein. Die zwei zentralen Probleme, aus allen Nähten platzende Landesmeisterschaften und Ligaspieltage mit überlangen Anreisen, werden mehr und mehr zu einer Belastung für Aktive und Offizielle.

Als Heike Hahlbrock auf der letzten MV des NPV ankündigte, dass dazu neue Vorschläge erarbeitet werden sollten, konnte man noch gespannt sein, wie schnell zu diesem ambitionierten Thema ein Ergebnis vorliegen würde. Um so erfreulicher ist es, dass diese Vorschläge heute schon als Arbeitspapier auf dem Tisch liegen. ( https://www.npv-petanque.de/sonderseite-regionalisierung/ und https://www.npv-petanque.de/wp-content/uploads/2020/10/NPVRegionalisierung_ZWLM014.pdf)  Eine stramme Leistung, die, wie ich meine, unser sehr großes Lob verdient.
Nach internen Präsentationen haben Heike Hahlbrock und Detlef Koch auf der letzten MV des PVRH am 29.9.  öffentlich sehr detailliert über die Ergebnisse referiert. Bedauerlicherweise waren von den 38  Mitgliedsvereinen des PVRH nur 11 anwesend, deren Vertreter und einige Zuhörer konnten jedoch statt der angekündigten 30 Minuten in einem fast zweistündigen Vortrag verfolgen, wohin die Reise künftig gehen soll.
Das Rad wurde zwar nicht neu erfunden, musste es aber auch nicht. Hier galt es für die Lösung der Probleme neben bewährten Vorbildern aus anderen Landesverbänden und aus anderen Sportarten, eigenen Ideen und vorhandenen Strukturen dem NPV eine 2. Ebene solide auf den Leib zu schneidern. Dass es dabei auch Wermutstropfen zu schlucken gibt, bleibt nicht aus. An der einen oder anderen Stelle wird wahrscheinlich etwas ‚Fine Tuning‘ nötig werden.  Das eigentliche Konzept wird jedoch allen Anforderungen für eine erfolgreiche Umsetzung der Regionalisierung standhalten.
Und wäre dies nicht schon ein guter Anfang, kommt noch als kleines Sahnehäubchen hinzu: Wir alle können mit dem Team in Dialog treten. Das Angebot einer jeden Zukunftswerkstatt: „Betroffene zu Beteiligten machen“ wird hier offenbar Ernst genommen.
Doch obwohl diese Vorschläge erst kurz auf dem Markt sind, melden sich schon wieder erste Stimmen, die schon jetzt vom Ende der Regionalisierung sprechen. Andere finden den Vorschlag gut, können sich aber nicht vorstellen, dass es mit den begrenzten ( personellen ) Ressourcen möglich sein wird. Und dann sind noch die da, die das Alles nichts angeht, denn sie wollen ja nur spielen.
Keiner aus der Arbeitsgruppe hat gesagt, dass ein solcher Aufbruch leicht wird. Personalnot und Überalterung treibt viele Vereine um. Sicher wird es nicht leicht für dieses Unterfangen die nötigen Gesichter zu finden. Denn nicht jeder oder jede möchte sich aus seiner/ihrer Komfortzone bewegen. Doch wie zu hören war, sind schon erste Meldungen für eine tätige Mithilfe eingegangen. Das allein wird wohl noch nicht reichen.
Deshalb sollten wir dieses Papier als Chance begreifen und bei unseren Vereinsvertretern mit Optimismus dafür werben, um jetzt den Schritt in die Regionalisierung zu machen. Es ist besser zu gestalten statt zu verwalten.  Jedes Jahr eine LM in unserer Region zu haben, auch ein Anlass für unseren Sport zu werben und darüberhinaus großen Sport mitzuerleben, sollte doch Ansporn dafür sein. Bis zur Mitgliederversammlung des NPV am 28.11. bleibt nicht mehr viel Zeit zu überzeugen.
Ernst-August König
ersatzturniere-2020@web.de

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